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Freitag, 28. Oktober 2011

Professorengehälter steigen - Zum Glück!

Die Meldung hat es vor wenigen Wochen sogar zur ersten in der 20:00-Tagesschau geschafft: Das Bundesverfassungsgericht hat die derzeitige Besoldung von W2-Professoren für verfassungswiedrig erklärt, insbesondere ist sie zu gering. Die Kommentare in Onlineforen, die Berichterstattung und diverse Gespräche über die Jahre zeigen mir: Den meisten Leuten ist nicht klar, wie das mit der Professorenbesoldung so läuft oder sogar verschärft, was Professoren eigentlich tun. Also lohnt es, sich das Thema genauer anzuschauen.

Verhandlung des zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts, 1989,
Bundesarchiv, B 145 Bild-F080597-0004 / Reineke, Engelbert
CC-BY-SA-3.0-de, via Wikimedia Commons
Zunächst ist die Frage wie es sein kann, dass ein Professor eine Erhöhung der Bezüge vor Gericht einklagen kann. Das liegt daran, dass Professoren Beamte sind, weswegen sie auch keine Gehälter und Renten erhalten, sondern Bezüge und Pensionen. Damit einher gehen gewisse Einschränkungen der Rechte, insbesondere haben Beamte kein Streikrecht und damit keine Möglichkeit, eine Erhöhung ihres Einkommens durch Arbeitskampf durchzusetzen. Die Höhe der Bezüge von Beamten ist im Grundgesetz geregelt, weswegen das Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht landete. Eine normale Angestellte kann das also nicht.

Ein damit verwandter Punkt, der in vielen Kommentaren auftauchte ist, ob da jemand den Hals nicht vollkriegt und deswegen klagen muss. Es erinnert mich an den Fall von Hans Eichel, der kürzlich vor Gericht ging, um höhere Pensionsansprüche durchzusetzen und deswegen von vielen scharf kritisiert wurde. Meine Meinung dazu ist, dass weder Professoren noch Finanzminister unanständig viel verdienen und es kann ja auch nicht sein, dass ein hohes Gehalt zum Verlust des Rechts führt, Forderungen vor Gericht durchzusetzen zu können.

Worum geht es denn nun eigentlich? Hintergrund ist, dass deutsche Hochschulen in den letzten zehn Jahren in fast beispielloser Weise transformiert wurden, und zwar durch die Umstellung von Diplom auf Bachelor/Master und die Einführung der W-Besoldung. Diese löste fuer neu ausgeschriebene Stellen die C-Besoldung ab (W2/W3 statt C3/C4). Diese waren mit guten Bezügen ausgestattet, schon als C3 hatte man ein Auskommen, dass absolut ausreichte, um gut zu leben. Um sein Gehalt zu erhöhen, gab es im eine einzige Moeglichkeit, nämlich das erfolgreiche Bewerben auf Stellen an anderen Universitäten, was zu einer speziell geregelten Verhandlungsrunde mit der Ziel und der Heimuniversität führte.

Bei der W-Besoldung wurden die Bezüge in ein Grundgehalt und leistungsbezogene Boni unterteilt. Erklärtes Ziel war es, dabei keine Kürzung der Bezüge in Summe durchzuführen. Das Geld für die leistungsbezogenen Boni wurde also durch die Kürzung der Grundgehälter um 25% bereitgestellt. Und es ist dies, was letztlich zur Klage führte. Lassen wir erstmal die Boni beiseite und schauen uns nur das Grundgehalt an. Beim Kläger ergab sich ein Grundgehalt auf einer W2-Professur 2007 in Hessen von 4.000 Euro (diese sind seitdem leicht erhöht worden, in etwa Inflationsausgleich). Ich kenne seine familiären Verhältnisse nicht, aber als Single kommen dann fürs leicht rechnen 3.000 Euro netto raus, da Beamte weniger Abzüge als Angestellte haben. Davon geht noch die Krankenversicherung ab, wenn man das also als ein Angestellengehalt von 70.000 Brutto sieht, liegt man nicht ganz falsch.

Das ist ein gutes Gehalt, es liegt weit über dem Durchschnitt und ist damit für viele Menschen unerreichbar hoch. Vielleicht liegt hier ein Grund für das Unverständnis vieler bezüglich der Klage. Nun ist die Frage, was die Anforderungen an den Job sind, was für Leute man also mit diesem Gehalt locken will und welche Qualifikation gefordert wird. Die Qualifikation ist: Abgeschlossenes Hochschulstudium, Promotion, eine Habilitation oder äquivalente Leistungen oder anders gesagt der Nachweis, dass man auf einem bestimmten Gebiet eine absolute Expertin ist. Im Ergebnis liegt das durchschnittliche Berufungsalter bei 42.

Dazu kommt die Anforderung die an den Weg gestellt wird: Auslandserfahrung ist im wesentlichen ein muss. Nach der Promotion hat man in der Regel befristete Stellen und die Professur ist die erste Dauerstelle. Darüberhinaus zahlt man jeden Monat drauf: Die Einführung der W-Besoldung führte auch zu einer Kürzung der Gehälter im akademischen Mittelbau und so ist es nun nicht mehr unüblich, den Weg zur Professur als Angestellter auf TVL13 zu gehen, also etwa 50.000 Brutto (zu vergleichen mit einem promovierten Gruppenleiter und 5 Jahren Berufserfahrung irgendwo in der Industrie). Schliesslich ist da noch die Konkurrenz: Die Stellen sind begrenzt, wer also diesen Weg geht, geht ein hohes Risiko, denn es sind mehr Stellen im Mittelbau da als Professuren. Das bedeutet auch, dass eine 40-Stunden-Woche keine Option ist, denn damit schafft man den Sprung nicht, weil andere an einem vorbeiziehen. Als letzter Punkt ist noch anzumerken, dass man nicht an der Uni berufen werden kann, an der man gerade arbeitet, eine Professur impliziert also einen Wohnortwechsel. Dies ist für leitende Angestellte heutzutage natürlich nicht ungewöhnlich, sollte aber nicht unerwähnt bleiben und ist für die Frage, für welches Gehalt man umziehen will, nicht irrelevant.

Was sind denn nun die Anforderungen an den Job? Ein Professor ist ein leitender Angestellter, von dem erwartet wird, dass er Doktoranden anleitet (also Angestellte führt), Projekte selbstständig anleiert und durchführt, Spitzenforschung betreibt, sich ständig weiterbildet und gute Lehre macht. Stattliche Anforderungen und wenn man den Leuten nicht entsprechende Rahmenbedingungen bietet (Gehalt, Stellen, Ausrüstung), kann man nicht erwarten, Leute zu finden die diese erfüllen.

Wie sieht es nun mit den Boni aus? In der Praxis kriegen Professoren nennenswerte leistungsbezogene Zulagen. Der Verdacht liegt also auf der Hand, dass der Kläger einfach nicht gut genug ist, diese zu erhalten und deswegen vor Gericht zog (er bekam bei Klageerhebung 24 Euro Bonus). Nun, es gibt einen wesentlichen Unterschied zur freien Wirtschaft: Die Boni dort sind letztlich Mittel zum Zweck der Gewinnerhöhung und somit in der Theorie ein Gewinn für Arbeitgeber und Mitarbeiter. Dies ist bei Universitäten nicht der Fall: Gesetzt den Fall, dass alle Professoren die Zielvorgaben mit der Universität übererfüllen und alle Ansprüche an hohe Zulagen anmelden, kann die Präsidentin nur mit den Schultern zucken und sagen, dass das Finanzministerium von der Aussage, dass an ihrer Uni nur Rocker arbeiten würden, nicht überzeugt war und den Etat nicht erhöht hat. Und Drittmittel können eben nicht für Professorengehälter verwendet werden.

Im Ergebnis kneifen die Zulagen die Leute aus grundlagenorientierten und theoretischen Fächern, da die Unis häufig Zulagen über das Drittmittelvolumen vergeben. Und da hat man gegen Leute, die Millionen Drittmittel einwerben, weil ihr Equipment eben so teuer ist, keine Chance. Dies ist häufig auch die Trennlinie zwischen Professoren, die nennenswerte Nebeneinnahmen durch Gutachten und eine eigene Firma haben und denen, die neben dem Professorengehalt durch Vorträge und Bücher nur ein kleines Zubrot bekommen.

Hier sollen die Länder nun nachbessern und die Zulagen transparenter gestalten. Die Frage, ob das in einer Weise geschehen kann, die den Unis tatsächlich nutzt, sei dahingestellt.

Und sonst:

Montag, 13. Juni 2011

Gunter Dueck: Aufbrechen!

 Auf der diesjährigen re:publica gab es einen Vortrag von Gunter Dueck, auf den mich einige aufmerksam gemacht haben. Das ganze wurde ins Internet gestellt und ich ertappte mich dabei, gebannt dem 45-minütigen Vortrag zu folgen. Nun habe ich sein Buch "Aufbrechen! Warum wir eine Exzellenzgesellschaft werden müssen" gelesen und möchte es an dieser Stelle zum einen wärmstens weiter empfehlen und zum anderen zusammenfassen.

Das Buch lässt sich gut lesen, ist 200 Seiten dick und er untermauert seine Punkte durch leicht verständliche Beispiele, so ein bisschen Volkswirtschaft und Management für Dummies. Die Grundpunkte und ihre Konsequenzen werden sehr weit gedacht, und zwar in überzeugender Weise. Der einfache Stil hat natürlich auch einen Nachteil, und zwar dass er im Wesentlichen darauf verzichtet, seine Punkte durch wissenschaftliche Studien zu untermauern.

Sein Grundthema ist sozusagen die Zukunft und was die deutsche Gesellschaft seiner Meinung nach tun sollte, um in dieser Zukunft zu bestehen. Wer "Die Welt ist flach" von Thomas Friedman kennt, dem werden diverse Punkte vertraut sein. Konkreter geht es ihm um die stattfindende Industrialisierung der Dienstleistung, die insbesondere eine Konsequenz des Internets ist, und welche Folgen das für Wirtschaft und Gesellschaft hat.

Das Internet führt zu einer massiven Vereinfachung von Verwaltungsabläufen (Beispiel: Onlinebanking, elektronische Steuererklärung), aber auch dazu, dass Recherchen einfacher werden (Wikipedia, Google, etc.) und damit viele Dienstleistungen überflüssig werden. Einfache Dienstleistungen werden also entweder vom Kunden selber erledigt (Eintippen der Überweisung, Flugbuchung nicht mehr im Reisebüro, etc.) oder in den Niedriglohnsektor verschoben.  Gleichzeitig zeigen die Erfahrungen aus dem Solartechnologiebereich, wo der deutsche Markt massiv durch chinesische Firmen unter Druck gesetzt wird, dass High-Tech-Billigproduktion kein tragfähiges Zukunftskonzept für Deutschland ist. Die Quizfrage ist nun, wie man damit umgeht.

Nicht nur diese Kollegen müssten sich heute einen neuen Job suchen
Seine Antwort ist, dass Deutschland sich dem Premiumsegment der Dienstleistungsgesellschaft verschreiben muss. Und zwar eröffnet das Internet neben dem enormen Druck auf einfache Dienstleistungen eine riesige Zahl an neuen Möglichkeiten für neue Angebote: Videotelephonie ermöglicht Telemedizin, "intelligente Systeme" bei der Energieerzeugung, neue Unterhaltungssachen, wie echte 3-D-Spiele oder die Live-Übertragung von Konzerten oder Sportevents ins Wohnzimmer. Dazu gehört auch der Aufbau von intelligenter Infrastruktur, von Ausbildungssoftware, aber auch der Umbau von Wohnungen, um eine Videowand zu installieren oder der Ausbau des Internets. Deutschland soll der Ort werden, von dem aus diese ganzen Dinge entwickelt und an die ganze Welt verkauft werden.

All dies erfordert aber einen Umbau des Bildungssystems und wie er meint, sogar einen Wechsel des Menschenbildes, aber dazu später mehr. Zunächst ist es einleuchtend, dass wenn Deutschland kein Niedriglohnland werden soll, dass dann für die oben genannten Sachen gut ausgebildete Leute gebraucht werden. Konkret fordert er: "Alle sollen studieren!"

Bevor ich dazu inhaltlich etwas schreibe, also warum das sinnvoll sein soll, ein paar andere Gedanken. Bei den meisten Leuten dürfte der erste Gedanke ja sein: "Das geht nur, wenn das Niveau gesenkt wird." Er setzt noch einen drauf und behauptet, dass die meisten Leute mit Abitur unterbewusst denken: "Das würde ja bedeuten, dass mein Abitur und damit mein sozialer Status abgewertet werden würde. Deswegen will ich das nicht." Nicht ganz von der Hand zu weisen. Nun denn, warum meint er, dass das geht? Weil zum Einen die Bildung in der Bevölkerung höher ist als vor 20 Jahren noch. Dass mehr Leute Abitur machen als früher muss also nicht zwangsläufig mit einer Senkung des Niveaus einhergehen. Wer Abitur hat, dessen Kinder machen auch Abitur. Die Frage ist also, wie man die restlichen Leute zum Abitur bringt. Nun ja, zum Einen ist es erforderlich, Begeisterung zu wecken (einfach gesagt, trotzdem ein wichtiger Punkt). Aber: Bessere Pädagogen auf allen Ebenen von Kindergarten bis Uni könnten da viel bewirken.

Dazu kommt, dass neue Medien neue Lerntechniken erlauben. Er behauptet, dass es unterschiedliche Lerntypen gibt. Heute würde also für die meisten das Lesen ein wesentliches Element des Lernens sein. Dies wäre aber eine Frage der Technik und nicht naturgegeben. An diesem Punkt bin ich etwas skeptisch, ich selbst kann mir neue Dinge am Besten durch Lesen aneignen, aber das kann natürlich der Effekt von 30-jähriger Übung sein. Hier hätte ich mir etwas mehr Untermauerung gewünscht, wie ich auch insgesamt seine scharfe Kritik an Lehrern nicht ganz nachvollziehen kann. Die neue Generation, die in den letzten 10 Jahren eingestellt wurde, ist schon ganz anders als die Generation aus den 70ern. Ach ja, er scheint Commons nicht zu kennen, auf jedenfall fordert er die Einrichtung eines solchen Portals und die Bestückung dessen mit Lehrvideos zu jedem beliebigen Thema, und zwar den Besten die es gibt.

Sei es wie es sei, hat er einige sehr gute Argumente für die Notwendigkeit: Denn damit, dass die heutigen Deutschen eine höhere Bildung haben als früher, steigen auch die Ansprüche. Im Kindergarten wird erwartet, dass die Kinder schon etwas lernen, vielleicht sogar mit Fremdsprachen in Berührung kommen. Ein Fachhochschulstudium wäre dem viel angemessener. Alle Studien zu Lehrern zeigen, dass zwischen dem Ausbildungsgrad des Lehrers und dem Lernerfolg der Kinder eine sehr hohe Korrelation herrscht. Konsequenterweise sollten also Grundschullehrer nicht nur eine dreijährige Ausbildung, sondern eine vier bis fünf-jährige Ausbildung machen. Bei der Bank sterben die einfachen Dienstleistungen aus. Was man braucht, sind Mathematiker, Volkswirte und Betriebswissenschaftler.

Der nächste wichtige Punkt ist, dass es mit besserer Ausbildung alleine noch nicht getan ist. Dazu kommt, dass die "neue Welt" Leute erfordert, die multikompetent sind, wie er das nennt. Wer also in der IT arbeitet, muss nicht nur fachlich kompetent sein, sondern sie muss auch ein Grundverständnis davon haben, was die Kunden wollen und darüber mit anderen Abteilungen kommunizieren können. Jeder muss in der Lage sein, sich selbst zu motivieren, etwas neues zu lernen. Dazu nennt er den Punkt der "negativen Arbeit". Wer einfache Dienstleistungen schlecht verrichtet, etwa langsam oder fehlerhaft, der sorgt im schlimmsten Fall dafür, dass genau diese Dienstleistung nochmal gemacht werden muss. Der Schaden ist also im schlimmsten Fall dass die Arbeit genau dieser Person nichts wert ist. Passiert dies aber auf einer höheren Ebene, kann schlecht verrichtete Arbeit dazu führen, dass Kunden und Aufträge verloren gehen, dass ganze Produkte neu designt werden müssen, etc. Der maximale Schaden ist also wesentlich höher, als nur die Arbeit dieser Person.

Gefordert sind also Leute, die fachlich, sozial, sprachlich, interkulturell, analytisch kompetent sind, die kreativ sind, schnell lernen, andere führen können, etc. Diese Dinge klingen viel, sind aber wenn man mal drüber nachdenkt, eigentlich Selbstverständlichkeiten. Die Grundfrage die er dahinter sieht ist: Was für ein Menschenbild haben wir und zu was für Menschen erziehen und bilden wir Leute aus?

Brauchen wir Leute die tun was ihnen gesagt wird, von 9-17 diese Dinge erledigen, sich für sonst nichts interessieren und dann nach Hause gehen? Oder selbstständige Menschen, die sich selbst weiterentwickeln wollen, die der Gemeinschaft helfen wollen? Nun ja, seine Antwort ist klar, letzteres.

Schließlich setzt er sich noch mit der Frage auseinander, was der Staat tun muss, um diese neue Gesellschaft zu ermöglichen. Sein wesentlicher Punkt ist, dass der Staat Infrastruktur bereitstellen muss. Will ich von überall nach überall Videotelephonie, muss die Bandbreite stimmen. Will ich eine wirklich florierende Internetwirtschaft, brauche ich ein Micropayment-System, aber auch eine digitale Identität, damit man sich nicht mehr bei jedem einzelnen Dienst neu anmelden muss, mit all der Gefahr von Passwortklau etc. Beides sind aber Dinge, wo seiner Meinung nach der Staat gefordert ist, entweder weil der Ausbau von Internet außerhalb von Ballungszentren unwirtschaftlich ist oder die Marktteilnehmer von alleine nicht in der Lage sind, sich auf einen Standard zu einigen.

Und an diesem Punkt hat er mich fast zum Weinen gebracht. Die bisherigen Punkte fand ich extrem spannend, teilweise hatte ich sie schon an anderen Stellen gehört, aber er brachte jetzt ein Beispiel. Und zwar hat es in Deutschland Zeit meines Lebens in meinen Augen eigentlich nur zwei zukunftsweisende innenpolitische Weichenstellungen gegeben (außenpolitische wie die Wiedervereinigung oder den Euro mal rausgenommen), nämlich die Agenda 2010 und den Atomausstieg und ansonsten nur armseliges Klein-Klein mit Blick auf die nächste Wiederwahl passiert, gepaart mit Duckmäusersystemen in vielen Partien, die durch unlimitierte Wiederwählbarkeit begünstigt werden. Vom Internet und den Herausforderungen der Zukunft scheinen viel zu wenige Bundestagsabgeordnete überhaupt etwas zu verstehen. Wie also soll das in Deutschland funktionieren, die Gesellschaft für diese Zukunft fit zu machen?

Nun: anderswo geht es. Im Westen sind Politiker Anwälte und ähnliches. In China und ähnlichen Ländern sind die Macher Technokraten. Und jetzt kommt das Beispiel: In Singapur wurde 2005 ein Plan verabschiedet, wo das Land 2015 in Bezug auf das Internet sein will und warum, siehe hier und hier. Da tauchen Wort auf wie 1Gbit Bandbreite für jeden, iPv6-Verträglichkeit und, man höre und staune, dass man das tun wolle, nicht nur um die Wirtschaft fit zu machen, sondern, ich zitiere
IDA is committed to bringing the benefits of infocomm technology to the population. Working with organisations in the people sector and the infocomm industry, IDA develops initiatives to encourage the less ICT savvy to enrich their lives through adopting infocomm and using infocomm in a more sophisticated way. This includes providing assistance to low income households, senior citizens and people with disabilities to acquire computers and get connected to the Internet.
Es geht also darum, Leute die nicht IT-affin sind, die wenig Geld haben, die alt sind oder aufgrund von Behinderungen Probleme bei der Internetnutzung haben, an der neuen digitalen Gesellschaft teilhaben zu lassen, um "ihr Leben zu bereichern".

So etwas will ich auch. Sein Lösungsvorschlag: Eine neue Partei. Ich bin gespannt.

Und sonst:

Donnerstag, 31. März 2011

Kein Grund zur Häme

So, wieder in Deutschland. Zum Glück war die Umstellung auf Sommerzeit in den USA schon vor zwei Wochen, deswegen nur acht Stunden Jetlag. Heute also wie angekündigt etwas über High Schools. Jeder kennt wohl mehrere Highschool-Filme oder Serien und weiß bestens Bescheid? Vielleicht auch nicht, denn ich glaube es gibt keinen Grund zur Häme. Und nun, ohne eine Gerd-Delling-Gedächtnis-Überleitung ein kleiner Sprung.

Die Gewerkschaften in den USA sind im großen und ganzen nicht besonders stark und die Arbeitnehmerrechte nicht besonders ausgeprägt. Mit einer wichtigen Ausnahme, und zwar dem öffentlichen Dienst, insbesondere den Lehrern. Die US-Bundesstaaten, von der Finanzkrise darauf gestossen, dass sie seit Jahrzehnten Schulden machen, müssen sparen und insbesondere die republikanischen Gouverneure haben entdeckt, dass man mal die Lehrer angehen müsste. Diese bieten erstaunlicherweise ein leichtes Feindbild: Weil die normalen Arbeitnehmer keine Rechte mehr haben, wirken Lehrer, die das haben, was man in Europa als normale Arbeitnehmerrechte ansehen würde, wie die totalen Schmarotzer mit archaischen Privilegien.

Chris Christie; Dampfwalze gegen
die Lehrergewerkschaft;
Nightscream, CC-by-sa
Scott Walker, Mutterns liebster Schwiegersohn
gegen die Lehrergewerkschaft;
Megan McCormick, CC-by-sa
Spannendstes Beispiel ist neben Governor Christie in New Jersey insbesondere der neue Gouverneur von Wisconsin und selbstverständlich Tea-Party-Held, Scott Walker. Dieser nett und vertrauenswürdig aussehende Mann hat ebenfalls ein Haushaltsproblem und um es anzugehen, verlangte er von den Lehrern und anderen Mitarbeitern im öffentlichen Dienst massive Zugeständnisse, sowie dass die Lehrergewerkschaft ihr Recht, Tarifverhandlungen zu führen, verlöre. Nanu? Eine Gewerkschaft, ohne das Recht, Tarifverhandlungen zu führen? Jenun sagt er: Wie soll ich denn je die Kürzungen durchkriegen, wenn ich mit den Gewerkschaften verhandeln soll? Klingt plausibel, nur gab die Gewerkschaft nach. Gut für sein Budget, schlecht für sein eigentliches Anliegen. Also sagt er: Ihr könnt ja machen was ihr wollt, aber in jedem Fall sollen Gewerkschaften nicht mehr das Recht haben, Tarifverhandlungen zu führen, denn schließlich will ich das so.

Was nun folgt, ist absolut haarsträubend. Während im und vor dem Parlamentsgebäude zehntausende tagelang gegen Walker demonstrieren, will er abstimmen lassen. Die Opposition verlässt aber geschlossen den Staat! Damit hat er kein Quorum mehr im Parlament und kann über das Gesetz nicht abstimmen lassen. Die Republikaner jammern, das sei alles verfassungswiedrig. Die geflohenen Demokraten höhnen, dass der grosse republikanische Held Abraham Lincoln einmal, um eine Abstimmung zu verhindern, aus dem Fenster gesprungen sei. Das Restparlament beauftragt dann die Polizei, die flüchtigen Senatoren einfangen zu lassenn. Das geht aber nicht, weil die Polizei von Wisconsin in den Nachbarstaaten keine Rechte hat.

Walker und seine Komparsen, zwischendurch von einem Blogger über einen fingierten Telephonanruf ziemlich peinlich bloßgestellt, finden aber eine Lücke in der Verfassung und stimmen ohne die Demokraten ab. Diese kehren daraufhin zurück, nun als Wisconsin 14 gefeiert. Und klagen erstmal gegen das neue Gesetz. Stand: Einstweilige Verfügung erwirkt, ansonsten schwebend.

Wie ist das denn nun mit den Schulen? Ist das amerikanische Schulsystem schlecht und ungerecht, wie viele hierzulande meinen? Klar dachte ich mir, das Blogposting wird zügig gehen. Nur zeigten die Recherchen ein wesentlich differenzierteres Bild, was weniger daran liegt, dass die USA ein Bildungsparadies wären, sondern wie schlecht die Situation in Deutschland ist und es überhaupt keinen Grund gibt, auf die USA runterzuschauen. Interessantes Blog: Was ist der deutsche Traum? von der Friedrich-Böll-Stiftung.

Schaut man sich die letzte PISA-Studie an, so stellt man erstmal fest, dass die USA nicht gut abgeschnitten haben, konkret knapp hinter Deutschland. Das heißt aber erstmal nur, dass das Schulsystem insgesamt nicht gut ist und sagt nichts über Ungerechtigkeit aus. Es ist nun ziemlich schwierig, Ungerechtigkeit festzumachen und selbst wenn man sich beispielsweise auf wirtschaftliche Faktoren festlegt, ist die Frage inwieweit das Bildungssystem dafür verantwortlich ist. Festhalten lässt sich aber, dass die Kluft zwischen arm und reich in den USA größer ist als in Deutschland, die Kluft in Deutschland aber rasant steigt.

Bei der Tellerwäscher-zum-Millionär-Geschichte ergibt sich ein etwas differenziertes Bild. Während die amerikanische Gesellschaft insgesamt entgegen des Mythos vom American Dream wenig durchlässig für Aufstieg ist und zwar auch deutlich weniger als die deutsche, ist der Umgang mit Einwanderern in den USA gelungener: sozialer Aufstieg hängt weniger vom Migrationshintergrund ab als in Deutschland. Muslimische Einwanderer sind dort beispielsweise eher in Mittel- und Oberschicht anzutreffen. Sprich: Von Bildungsgerechtigkeit kann man in den USA nicht sprechen, wer arm ist, bleibt arm, aber das unabhängig von der Herkunft.

Es bleibt, dass die Situation des Schulsystems in den USA bedrohlich ist, zumindest für die Amerikaner. Einen PISA-Schock hat es dort nicht gegeben, die Studie wurde nicht breit diskutiert, obwohl das Land wie gesagt noch schlechter abgeschnitten hat als Deutschland. Großes Problem sind in meinen Augen nicht die Unis, sondern die High Schools, die schon dafür sorgen, dass viele nie eine gute Bildung erhalten. Die Finanzierung der High Schools basiert dabei auf drei Säulen, wie hier der Bundes- und Landesregierung und auf dem County bzw. der Stadt. Der Bund liefert dabei unter 10% der Finanzierung. George W. Bush hatte die gute Idee, das Monitoring der Schulen zu verbessern, es wird also Bildungserfolg der Schüler nach Schule gemessen. Gleichzeitig hat er im No Child Left Behind Act dafür gesorgt, dass zum einen schlechte Schulen weniger Geld vom Bund kriegen, damit sie noch schlechter werden und ferner Eltern in manchen Fällen Ansprich auf Bildungsgutscheine erhalten, damit sie ihre Kinder auf Privatschulen schicken können.

Das ist nicht gut, aber aufgrund der relativ geringen Beteiligung des Bundes an der Finanzierung der Schulen zu verschmerzen. Dramatischer ist die Situation der Bundesstaaten wie oben angedeutet: Lehrer verdienen im Schnitt etwas über 50.000$. Das ist kein Premiumgehalt, aber anstatt das zu erhöhen, wollen viele republikanische Gouverneure das noch senken...

Am kritischsten ist allerdings der letzte Punkte, die Finanzierung über die Counties bzw. Städte. Diese geschieht nämlich fast ausschließlich über Grundsteuern, die sich nach dem Wert eines Grundstücks bemisst. Anders ausgesagt: Eine Stadt wie Palo Alto mit einem Immobilienboom der durch Nachfrage und ein Durchschnittseinkommen von gruseligen 100.000$ gesteuert wird, kann schon mit geringen Grundsteuersätzen riesige Summen auftreiben. Eine Stadt wie Oakland, in der nur arme Leute wohnen die 2 Stunden nach San Francisco pendeln, kann auch mit hohen Grundsteuern keine riesigen Summen auftreiben. Und da entscheidet sich das eigentliche: Arme Gegenden haben schlechte Schulen, reiche Gegenden haben gute Schulen.

On another note:

      Sonntag, 6. Februar 2011

      Von den USA nichts lernen heißt, die eigenen Unis zu verhunzen

      Mein Team hat den Superbowl gewonnen (zwei Minuten nach Anpfiff habe ich mich auf die Green Bay Packers in den grünen Trickots festgelegt, was sonst) und es ist warm in Kalifornien, vor dem Ingenieursgebäude sonnen sich Studentinnen (können nicht meine sein, wenn die so viel Muße haben). Zeit sich wieder ernsteren Themen zuzuwenden. Und ich dachte mir, ich werfe mal einen Blick auf das amerikanische Bildungssystem. Wie leider weniger Leute wissen, als der Bedeutung des Umstandes angemessen wäre, sind deutsche Universitäten derzeit und in den letzten zehn Jahren einem Umbruch unterworfen, der in seinem Umfang historisch wenige Vergleiche kennt. Bachelor/Master- ersetzen die alten Diplomstudiengänge. Die Besoldung der Professoren wurde auf die leistungsbezogenen W-Professuren umgestellt. Die Exzellenzinitiative zielt darauf ab, eine Trennung in Lehr- und Forschungsuniversitäten einzuführen.

      Vorbild vieler dieser Reformschritte sind immer wieder die USA. Grund ist, dass jedes internationale Hochschulranking (Beispiel) immer wieder dasselbe zeigt: Die USA haben die besten Unis. Cambridge und Oxford melden sich ab und an in den TOP 10, im wesentlichen aber dominieren amerikanische (Privat-)Unis die TOP 50. Alle meine Erfahrungen bestätigen das: Forscher aus der Weltspitze gibt es auch in Deutschland oder Tschechien, und zwar nicht wenige. Aber eine Konzentration wie in den USA wird über mehrere Fachbereiche hinweg nirgendswo erreicht.

      Entsprechend findet sich zu allen Reformvorhaben ein Vorbild in den USA. Bachelor/Master ist hier eben das, die Juniorprofessur ist der Assistant Professor, die leistungsbezogene Mittelvergabe an Professoren gibt es auch und die Exzellenzinitiative soll Eliteunis erzeugen. Reine Forschungsunis gibts hier zwar nicht, aber Lehrunis, das sind die Football-Klitschen in Kansas City und anderen Metropolen von denen noch nie jemand gehört hat. 

      Also alles Topcheckerbunnies, die deutschen Bildungspolitiker? Mich persönlich hat das ja schon immer gewundert, dass ich auch nach fünfzehn Jahren an verschiedensten Unis verschiedener Länder immer noch nicht mühelos erkennen kann, ob ein anderer Mathematiker gute Forschung macht. Für Bildungspolitiker kein Problem. Die sind eben einfach gut.

      Schauen wir uns also mal die USA an. Zunächst einmal gibt es die Undergraduate Studies, das ist alles bis zum ersten Abschluss, dem Bachelor. Die lasse ich jetzt mal weg und konzentriere mich auf die weiteren Teile, die graduate Studies. Nach dem Bachelor machen die Leute weiter, die eine forschungsorientierte Ausbildung suchen, typischerweise den PhD, also den amerikanischen Doktor. Der Masterabschluss fällt dabei zwischendrin ab und ist eher so etwas wie ein Notausgang. Die internationale Reputation der Unis wird im wesentlichen aus diesen Programmen generiert. Die Teilnehmer bewerben sich dort, weil der Ruf gut ist, die Uni sucht sich die besten aus, wer zahlen kann, zahlt gutes Geld, wer nicht, wird versorgt. Sie werden dann von Topleuten an die Forschung herangeführt, machen die Forschung, die sich dann im Ranking niederschlängt und so weiter.

      Als ich einen HiWi für meine Vorlesung suchte, bewarben sich drei Leute. Ein Chinese, ein Inder und ein Iraner. Die Professoren mit denen ich hier viel Kontakt habe kommen aus England, Neuseeland und den Niederlanden. Jahuch? Keine Amerikaner? Nein, auf dem Campus sieht man grob ein Dritter Chinesen, ein Drittel Inder, ein Drittel Rest. Unter diesem Rest sind vor allem Amerikaner, aber ansonsten ein bunte Mischung (viele Deutsche übrigens, aus den Zeiten von vor Bachelor/Master). Sprich: Die wohlhabenden Eltern von Kindern aus aller Welt finanzieren diesen die Ausbildung an einer amerikanischen Eliteuni, wo sie dann von Professoren aus aller Herren Länder ausgebildet werden. Sicher liegt das auch daran, dass Stanford ein Mekka der Ingenieurswissenschaften ist und derartige Berufe in Schwellenländern sehr gut angesehen sind. Wesentlich anders sieht es aber in Harvard oder Yale nicht aus. Sprich: Der berechtigte exzellente Ruf amerikanischer Unis wäre ohne Ausländer nicht exzellent.

      Was sind denn nun eigentlich die Faktoren, die eine amerikanische Eliteuni so erfolgreich machen? Es fängt mit dem Ruf an. Der gute Ruf zieht gute Studenten an. Mit guten Studenten kann man gute Forschung machen. Am Besten trifft man eine Auswahl, welche Studenten man zulässt, dann muss man sich nicht mit den schlechten Studis rumschlagen. Das alles verbessert den Ruf. Damit man diesen Kreislauf aufrecht erhalten kann, braucht man gute Professoren. Wie kriegt man die? Richtig, mit gutem Ruf, aber vor allem mit Geld. Das bedeutet: gutes Gehalt, gute Arbeitsbedingungen, wenig Bürokratiemist. Gute Arbeitsbedingungen bedeutet ein großes Bibliotheksbudget, Reisemittel, Labore, etc. Also: Viel Geld.

      Vergleicht man das mit Deutschland, muss man aufpassen, was man vergleicht. Die Uni Kassel ist nämlich besser als jede Football-Klitsche hier, aber eben schlechter als jede Elite-Uni. Im Vergleich zu diesen stellt man fest, dass der Ruf deutscher Universitäten nicht schlecht ist. Nur, die Unis sind nicht international aufgestellt, genauso wenig wie sich die Ausländerämter als Orte begreifen, bei denen es darum geht, die Zuwanderung dringend benötigter kluger Köpfe aus dem Ausland nach Deutschland zu regeln. Inder, Chinesen an deutschen Unis? Eine winzige Minderheit. Kampf um die besten Talente der Welt? Ja neh, ist klar.

      Wie siehts mit dem Geld aus? Yale, arg gebeutelt von der Finanzkrise, muss sein Budget für 2011 um 150 Millionen Dollar kürzen. Aber von welchem Niveau? In den letzten zehn Jahren haben sie etwa 3 Milliarden Dollar in Infrastruktur investiert. Das Jahresbudget selber bewegt sich etwas darunter. Kassel als mittelgroße Uni hat ein Budget von deutlich unter 200 Millionen Euro. Yale kürzt also derzeit mal eben die Uni Kassel weg. Die deutschen Unis sind kaputt gespart, Dauerstellen im Mittelbau gibt es quasi nicht mehr. Die Gehälter deutscher Professoren sind im Vergleich geringer. Deutsche Professoren müssen einen Großteil der Verwaltung selbst machen. Sekretärinnen müssen, um hilfreich zu sein, komplexe Büroabläufe koordinieren. In Deutschland werden sie bezahlt, als ob Schreibmaschinen tippen die einzig notwendig Qualifikation sei und sind entsprechend nur im Glücksfall gut. An einer US-Eliteuni ....

      Also schauen wir uns mal an, welche dieser Unterschiede durch die USA-orientierten Reformen angegangen wurden. Die starke internationale Marke Diplom wurde abgeschafft und durch Titel ersetzt, die nirgendwo irgendwen vom Hocker hauen. Das lockt sicher mehr kluge Köpfe nach Deutschland. Die neue leistungsbezogene W-Besoldung für Professoren ist faktisch die einzige mir bekannte Gehaltskürzung im öffentlichen Dienst mit einem Grundgehalt unterhalb das Niveaus von Gymnasiallehrern. Das wird sicher dafür sorgen, dass mehr kompetente Leute diesen Beruf ergreifen wollen. Die Juniorprofessur ist hier in der Regel ohne Tenur Track, also ohne Aussicht auf Dauerstelle, was die guten Leute in den USA mit einem müden Lächeln ablehnen. Die Exzellenzinitiative. Die interessierten Unis wurden für die Jagd nach etwa 100 Millionen (Peanuts in Yale) für ein paar Monate lahm gelegt, und zwar mit, genau, Bürokratie.

      Mit falschen Rezepten wird hier also in meinen Augen massiver Schaden angerichtet. Das ist nun einfach gesagt, denn das wesentliche Element der Lösung, nämlich das Geld, liegt ja nicht auf der Straße. Es wäre aber zum einen möglich gewesen, die Situation nicht zu verschlimmern, wie etwa durch die W-Besoldung oder Bachelor/Master. Zum anderen ist eine Reform des Ausländerrecht auch so möglich. Und schließlich ist es ja nicht so, dass es neben dicken Brocken wie der Föderalismusreform keine Rezepte gäbe, die finanzielle Situation der Hochschulen zu verbessern. Warum nicht das Alumniwesen in Deutschland unterstützen und es einfacher machen, einer deutschen Universität etwas zurückzugeben?

      Nun denn, genug gejammert, zur Belohnung für bis hier durchhalten ein paar Schnipsel:

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